Neue Informationen zum tödlichen Unfall beim Abbau des Riesenrad in Bremen!
Ende April war bei Abbauarbeiten ein Mitarbeiter aus rund 40 Metern Höhe abgestürzt und tödlich verunglückt. "Das Riesenrad ist mittlerweile abgebaut. Die Sattelauflieger verlassen heute Bremen." Das sagte am Mittwoch auf Nachfrage Sebastian Göbel, der zusammen mit seinem Bruder Tobias das Fahrgeschäft betreibt. Der Grund für die Verzögerung beim Abtransport liegt allerdings nicht an behördlichen Ermittlungen. Die Freigabe zum Abbau habe man bereits in der vorletzten Woche erhalten, sagt Göbel. "Wir haben auf Ersatzteile gewartet."
Neben zwei gerissenen Halteseilen waren bei dem Unfall weitere Seile, die für den Abbau benötigt werden, beschädigt worden. Eigentlich hätten die Betreiber nach der Osterwiese das Riesenrad im badischen Mannheim wieder aufbauen wollen. Nicht auf einem Jahrmarkt, sondern als Touristenattraktion. "Mit einem kleinen Biergarten drumherum", sagt Göbel. Doch nun geht es dort erst in vier Wochen los.
Hersteller untersucht das Riesenrad komplett!
Hersteller untersucht das Riesenrad
Vorher geht das Riesenrad noch komplett zurück zum Hersteller in die Niederlande, wie Göbel berichtet. "Dort wird es von oben bis unten durchgecheckt." Das Rad, das mit seinen rund 70 Metern Höhe als das größte reisende Riesenrad der Welt gilt, ist Baujahr 2019. "Wir haben es fünfeinhalb Jahre auf- und wieder abgebaut." Es sei das erste Mal, dass etwas Derartiges passiert ist. Was Göbel meint: Zwei Halteseile aus Dyneema, einer Kunstfaser auf der Basis von Polyethylen, die das Rad beim Abbau halten und gegen ein Verdrehen sichern sollen, waren gerissen, wodurch es in Bewegung geriet. Dyneema kann hohe Zuglasten aushalten, ist zugleich erheblich leichter als ein Stahlseil.
Die Betreiberfamilie des Riesenrads wollen die Hinterbliebenen finanziell unterstützen!
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